Summary
Paris Blockchain Week: Ulloas Provokation
Auf der Paris Blockchain Week, während der Rede zur „Hold-Borrow-Krypto-Strategie“, präsentiert Cristian Ulloa (CEO von Liquid Loans) eine klare These – und im Gegensatz zum am weitesten verbreiteten Mantra im Sektor:
„Vermögen in Krypto wird nicht durch Verkaufen aufgebaut.“
Die Botschaft ist so einfach wie radikal:
Die meisten Investoren verpassen Chancen nicht, weil sie die falschen Assets wählen, sondern weil sie zu früh verkaufen.
Der eigentliche Fehler: Mit Gewinn verkaufen
Während der Keynote betont Ulloa einen zentralen Punkt:
Das Problem ist nicht, was du kaufst, sondern wann du verkaufst
Seiner Aussage nach:
- Verkaufen bedeutet, auf weiteres Aufwärtspotenzial zu verzichten
- Verkaufssteuern werden häufig ausgelöst
- man begibt sich in eine Timing-Dynamik, die schwer durchzuhalten ist
Und vor allem tritt ein psychologisches Thema hervor:
die Reue.
Ulloa teilt die – in der Branche verbreitete – Erfahrung, ein Asset vor einem bedeutenden Bullrun verkauft zu haben:
- man steigt aus dem Markt aus
- man beobachtet den Kursanstieg von außen
- das langfristige Potenzial geht verloren
„Hold Borrow Build“: die alternative Strategie
Das Herz der Rede ist eine präzise Strategie:
👉 Hold. Borrow. Build.
Anstatt Assets zu verkaufen, um Liquidität zu erhalten:
- werden sie gehalten (hold)
- als Sicherheiten verwendet
- Liquidität wird geliehen (borrow)
- es wird weiter Wert aufgebaut (build)
Die Idee ist, Wert freizusetzen, ohne das Asset aufzugeben.
Wie es in der Praxis funktioniert
Der beschriebene Mechanismus ist typisch für DeFi:
- Krypto-Einlagen als Sicherheiten
- Assets werden in einem Protokoll gesperrt
- Liquidität wird über Kredite erhalten
Laut Ulloa ermöglicht dies:
- die Position nicht zu verkaufen
- die Marktexponierung aufrechtzuerhalten
- steuerpflichtige Ereignisse zu vermeiden (abhängig von der Gerichtsbarkeit, aber der Punkt wird in der Rede angesprochen)
Das Beispiel mit ETH: Verkaufen vs. Leihen
Die Rede enthält ein konkretes Beispiel:
- ETH zu einem niedrigen Preis kaufen
- der Wert steigt deutlich
- du brauchst Liquidität
Klassisches Szenario:
- einen Teil der ETH verkaufen
- Exponierung verlieren
- möglicherweise Steuern zahlen
Alternatives Szenario:
- ETH werden als Sicherheiten gesperrt
- Liquidität wird geliehen
- die Position wird gehalten
Ergebnis:
👉 Zugang zu Kapital, ohne den Markt zu verlassen
Der Vergleich mit Banken
Ulloa stellt DeFi und das Bankensystem direkt gegenüber:
Traditionelles Bankwesen:
- Bonitätsprüfungen
- Bürokratie
- zentralisierte Genehmigung
- Zinsen
DeFi (laut der Rede):
- keine Intermediäre
- keine Bonitätsprüfung
- Zugang über Smart Contract
- codebasiertes System
Das Schlüsselkonzept:
„Du bittest nicht um Erlaubnis, du nutzt dein Asset“
Das eigentliche Risiko: Liquidation
Die Rede geht auch auf das Thema Risiko ein.
Jedes Protokoll hat eine Sicherheitsgrenze:
- genanntes Beispiel: ungefähr 110 % Besicherung
- wenn der Wert fällt → potenzielle Liquidation
Das bedeutet:
- ein Teil der Assets kann automatisch verkauft werden
Ulloa betont, dass:
- es ein reales Risiko ist
- aber beherrschbar
Wie?
- konservative Kredite
- Überwachung der Sicherheiten
- Hinzufügen weiterer Sicherheiten
Der Mindset-Wechsel: Vom Trader zum Builder
Einer der stärksten Teile der Rede ist der Perspektivwechsel:
„Spielst du wie ein Trader oder baust du Vermögen auf?“
Laut Ulloa:
Trader-Mindset:
- dem Preis hinterherjagen
- für Gewinn verkaufen
- Market Timing
Langfristiges Mindset:
- akkumulieren
- Sicherheiten nutzen
- über die Zeit aufbauen
Die Immobilien-Analogie
Um das Konzept zu verdeutlichen, wird eine Metapher verwendet:
- Immobilieninvestoren verkaufen Immobilien nicht
- sie nutzen das Eigenkapital, um neues Kapital aufzunehmen
- sie bauen im Laufe der Zeit Portfolios auf
Dasselbe Prinzip, angewendet auf Krypto:
„Vermögen wird nicht durch Verkaufen aufgebaut“
Die Zusammenfassung der Rede ist sehr klar:
- verkaufen = den Markt verlassen
- halten + nutzen = exponiert bleiben
Ulloa besteht auf drei abschließenden Kernaussagen:
- aufhören, Krypto als etwas zu betrachten, das man verkauft
- die bestehenden Tools in DeFi nutzen
- sich von rein spekulativer Logik lösen
Fazit
Die Keynote von Cristian Ulloa bringt eine Erzählung, die in der DeFi-Welt zunehmend präsent ist:
Krypto ist nicht nur Trading, sondern strategisches Kapitalmanagement.
Der Vorschlag ist einfach, aber kraftvoll:
👉 die Assets nicht verkaufen
👉 sie als Sicherheiten nutzen
👉 langfristig aufbauen
Und die Rede „Hold-Borrow-Krypto-Strategie“ endet mit einer direkten Botschaft:
„Nicht verkaufen. Hold. Borrow. Build.“

