Fun hat sich 72 Millionen US‑Dollar gesichert, um die Infrastruktur für Kryptozahlungen auszubauen, die Nutzer:innen hilft, Geld in moderne Apps hinein- und wieder herauszubewegen. Das von Alex Fine geführte Startup setzt darauf, dass Backend‑Zahlungsinfrastruktur wichtiger wird, je mehr Plattformen sowohl digitale Vermögenswerte als auch Bargeld verarbeiten.
Summary
Finanzierung durch große Krypto- und Tech‑Investoren
Die Series A wurde von Multicoin Capital und SignalFire angeführt und Ende Januar abgeschlossen. Darüber hinaus gehörten Infinity Ventures, Pharsalus Capital und Tinder‑Mitgründer Justin Mateen zu den Investoren. Fine nannte keine Bewertung. Die Runde folgte auf eine zuvor nicht bekannt gegebene Seed‑Runde über 3,9 Millionen US‑Dollar, die 2022 eingesammelt wurde.
Fine sagte, das Unternehmen konzentriere sich auf ein einfaches Problem: Geld ohne Reibung in eine App hinein- und wieder herauszubekommen. Er argumentierte jedoch, dass dieser Teil der Finanzwelt oft übersehen werde, obwohl er im Zentrum der Nutzererfahrung stehe. „Wenn du eine Geld‑App, eine Finanz‑App hast – wie bekommst du das Geld tatsächlich hinein und wieder heraus?“, sagte er.
Wie Fun sich im Markt positioniert
Im vergangenen Jahr haben Meta, Stripe und Shopify Kryptozahlungen in ihre Plattformen integriert, während sich die Regulierung unter der Regierung von Präsident Donald Trump veränderte. Fun rechnet damit, dass weitere Nicht‑Krypto‑Unternehmen folgen werden. Allerdings bewegt das Startup selbst keine Token direkt. Stattdessen nutzt es Drittanbieter, um Übertragungen zwischen verschiedenen Token und Währungen abzuwickeln.
Fun baut ein Geschäftsmodell darauf auf, Nutzer:innen auf diesen Plattformen den Wechsel zwischen digitalen Vermögenswerten und Fiat‑Währungen, einschließlich des US‑Dollars, zu ermöglichen, ohne dass eine Krypto‑Börse oder Bank nötig ist. In der Praxis bietet das Unternehmen die Infrastruktur, die diese Zahlungsströme für Firmen ermöglicht, die Kryptozahlungen akzeptieren wollen, ohne ihre eigenen Systeme neu aufbauen zu müssen.
Das Unternehmen wurde 2022 gegründet, nachdem Fine 2020 die Stanford University abgebrochen und zwei Jahre lang Startup‑Ideen getestet hatte. Er sagte, er habe den Namen Fun gewählt, weil er ikonoklastisch klinge und weil er bereits die Domain fun.xyz und den Handle @fun auf X besessen habe. „Jeder erinnert sich an den Namen“, sagte er.
Ein Geschäft, das auf Schienen basiert, nicht auf Schlagzeilen
Fine ist 26 Jahre alt und glaubt, dass Blockchains im Laufe der Zeit ältere Finanzdatenbanken und Aktenschränke ersetzen werden. Außerdem sagte er, dass heute noch viele Billionen an Vermögenswerten in Datenbanken oder auf Papier existieren. In den nächsten 20 Jahren erwartet er, dass diese Vermögenswerte on‑chain gehen werden.
Das Unternehmen arbeitet direkt mit den Ingenieur:innen der Kund:innen zusammen, um die Schienen zu schaffen, die für Ein- und Auszahlungen benötigt werden. Es verarbeitet bereits ein jährliches Zahlungsvolumen von mehr als 18 Milliarden US‑Dollar und hat die Einzahlungsinfrastruktur für Polymarket, Lighter und Aave aufgebaut. Diese Kund:innen verlassen sich bei der Krypto‑Einzahlungsinfrastruktur, die Skalierung unterstützen kann, auf Fun.
Spencer Applebaum, General Partner bei Multicoin, sagte, das Unternehmen sei gut positioniert, da Fintechs und Neobanken Token und Stablecoins übernehmen. Er sagte, Fun könne im Laufe der Zeit denselben Service auch nicht‑krypto‑nativen Unternehmen anbieten. Diese Sichtweise verweist auf einen breiteren Markt für Blockchain-Zahlungsschienen und andere Lösungen für Kryptozahlungen.
Fine sagte, Fun habe mehr als 20 Kund:innen, lehnte es jedoch ab, Angaben zu Umsatz oder Profitabilität zu machen. Er sagte jedoch, dass das neue Kapital helfen werde, ein Team von fast 30 Mitarbeitenden auszubauen. „Wir wollen wirklich die Eingangstür für diese neue Wirtschaft sein“, sagte er.
Die jüngste Finanzierungsrunde von Fun zeigt, dass der Appetit der Investor:innen auf Infrastruktur stark bleibt, während Unternehmen nach schnelleren Wegen suchen, zwischen Krypto und Bargeld zu wechseln. In einem Markt, der sein Zahlungsrückgrat noch aufbaut, positioniert sich das Startup als leiser, aber zentraler Anbieter.

