StartNachrichten aus der WeltFintechInstitutionelle Kryptounternehmen verschärfen ihre Kontrollen, da 81 % Spot-Produkte bevorzugen

Institutionelle Kryptounternehmen verschärfen ihre Kontrollen, da 81 % Spot-Produkte bevorzugen

Die Volatilität drängt Unternehmen zu mehr Disziplin, und der Bereich institutionelle Krypto spiegelt diesen Wandel wider. Eine Umfrage von Coinbase und EY-Parthenon unter 351 institutionellen Entscheidungsträgern im Januar 2026 weist auf strengere Kontrollen, stärkere Governance und eine breitere Nutzung regulierter Produkte hin.

Risikokontrollen rücken in den Mittelpunkt

Fast die Hälfte der Institutionen, also 49%, gab an, ihren Fokus auf Risikomanagement, Liquidität und Positionsgrößen erhöht zu haben. Zudem planen fast drei Viertel, ihre Allokationen zu erhöhen, während 74% erwarten, dass die Kryptopreise in den nächsten 12 Monaten steigen werden.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage auch steigende Anforderungen für die Teilnahme. Governance-Kontrollen, operative Resilienz und Risikotransparenz sind nun wichtiger, da Unternehmen Investitionen in digitale Vermögenswerte durch eine selektivere Linse bewerten.

Regulierter Zugang wird zum Standard

Exposure über verpackte Produkte ist inzwischen üblich. Zwei Drittel, also 66%, berichteten von Exposure über Spot-Krypto-börsengehandelte Produkte, und 81% bevorzugten Spot-Exposure über ein registriertes Vehikel.

Diese Präferenz geht jedoch über reine Bequemlichkeit hinaus. Mit der Ausweitung der institutionellen Teilnahme erwarten Anleger zunehmend vertraute Hüllen, Compliance-Prüfungen und klarere Schutzmechanismen, um einen breiteren Marktzugang zu unterstützen.

Verwahrung, Stablecoins und Tokenisierung gewinnen an Bedeutung

Verwahrung bleibt ein zentrales Thema, insbesondere für Strategien im Bereich institutionelle Krypto-Verwahrung. Im Jahr 2026 nannten 66% die regulatorische Compliance als entscheidenden Faktor bei der Auswahl eines Verwahrers, gegenüber 25% im Jahr 2025. Sicherheit und Signaturprotokolle stiegen ebenfalls auf 66%, von 8% im Jahr 2025.

Außerdem nutzen 85% der Befragten Stablecoins oder sind an deren Nutzung interessiert, etwa für internes Cash-Management und Geldtransfers. Das hilft Unternehmen dabei, die Governance rund um Kontrahentenrisiko, Verwahrungsrisiko, Reservetransparenz und einen 24/7-Betrieb zu formalisieren.

Auch die Tokenisierung zieht mehr Aufmerksamkeit auf sich. 64% der Asset Manager gaben an, an der Tokenisierung ihrer Vermögenswerte interessiert zu sein, gegenüber 40% im Jahr 2025. Zusätzlich sind 63% der Investoren daran interessiert, in tokenisierte Vermögenswerte zu investieren, und mehr als 60% erwarten, dass die Tokenisierung die Marktstruktur erheblich beeinflussen wird.

Gleichzeitig zeigt dieselbe Umfrage, dass die Regulierung sowohl Katalysator als auch Einschränkung bleibt. Unter denjenigen, die planen, ihre Bestände im Jahr 2026 zu erhöhen, war eine verbesserte regulatorische Klarheit mit 65% der wichtigste Treiber, während 75% sie als erwarteten Wachstumskatalysator beschrieben.

Trotzdem belastet Unsicherheit weiterhin die Entscheidungsfindung. Ein unsicheres regulatorisches Umfeld war mit 66% die größte Sorge bei Investitionen in digitale Vermögenswerte und mit 67% das größte Hindernis für tokenisierte Vermögenswerte. Die Umfrage legt nahe, dass Institutionen langfristige Betriebsmodelle rund um Governance, Sicherheit und Ausführung aufbauen, statt auf kurzfristige Wetten zu setzen.

Zusammengefasst zeigen die Daten einen reifenden Markt. Die Ergebnisse von Coinbase und EY-Parthenon aus dem Januar 2026 deuten auf eine breitere Teilnahme, stärker regulierten Zugang und steigende Standards in der Krypto-Verwahrungssicherheit und der Marktinfrastruktur hin.

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