StartKryptowährungenSehr starker Einbruch bei Cardano: Anlass zur Sorge auch langfristig?

Sehr starker Einbruch bei Cardano: Anlass zur Sorge auch langfristig?

Eine der historischen Kryptowährungen, die im Moment am stärksten leidet, ist ADA von Cardano.

Ihr jüngster Absturz ist nämlich deutlich tiefer als der Durchschnitt der Einbrüche der anderen wichtigsten Kryptowährungen, sodass selbst für die langfristige Perspektive die Aufmerksamkeitsschwelle überschritten wurde. 

Das Bild ist in der Tat wirklich sehr schlecht und eindeutig schlechter nicht nur im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum.

Der Aufstieg von Cardano

Im Verlauf der Jahre 2024/2025 ist es dem Preis von ADA nicht gelungen, neue Allzeithochs zu markieren.

Der Höchststand dieses Zyklus wurde nämlich im Dezember 2024, mitten im Trump-Trade, bei über 1,2 $ verzeichnet, lag aber immer noch weit unter dem Allzeithoch von 3,1 $ aus dem Jahr 2021. 

Wenn dies an sich schon eine schlechte Nachricht war, so sind die danach eingetroffenen Nachrichten noch schlimmer.

Seit Dezember 2024 hat der Preis von Cardano nämlich 88 % verloren, und da dieses Hoch bereits niedrig war, hat ihn dieser Verlust regelrecht abstürzen lassen. 

ADA kam 2017 zu einem Preis von etwa 0,02 $ auf die Kryptomärkte. Anfang 2018, während ihrer ersten großen Spekulationsblase, überschritt sie für einen kurzen Moment 1 $, fiel aber während des anschließenden Bärenmarktes wieder unter 0,03 $. 

Das waren andere Zeiten, sodass sich 2021 eine neue große Spekulationsblase aufblähte, die sie innerhalb von weniger als einem Jahr von unter 0,1 $ auf 3,1 $ brachte. 

Es war unvermeidlich, dass eine solche Blase platzt, aber während des folgenden Bärenmarktes stoppte der Rückgang bei 0,24 $. 

Der Absturz

Das Problem ist, dass während des diesjährigen Absturzes, der möglicherweise noch andauert, das Tief von 2022 (0,24 $) nicht gehalten hat. 

Also nicht nur, dass in der aktuellen Zyklusphase das Hoch deutlich unter dem des vorherigen Zyklus geblieben ist, sondern die aktuellen 0,16 $ liegen auch deutlich unter dem damaligen Tief. 

Es stimmt zwar, dass die Tiefststände von 2018 noch sehr weit entfernt sind, aber die 0,1 $ von Ende 2020 sind es dann doch nicht so sehr. 

Im Gegenteil, die aktuellen 0,16 $ liegen in etwa auf dem Niveau der Höchststände von 2020, bevor sich die große Spekulationsblase von 2021 entzündete. 

Tatsache ist, dass der Abwärtstrendkanal, der bereits in der zweiten Hälfte des Dezember 2024 begonnen hat, noch absolut intakt ist. 

Dieser Kanal hat den Preis zunächst von 1 $ auf 0,7 $ gebracht, dann im Dezember 2025 unter 0,5 $, und im vergangenen Monat hat er eine neue Abwärtsbewegung unter 0,25 $ eingeleitet.

Im Moment würde dieser Trend einen Referenzpreis von etwa 0,21 $ anzeigen, sodass die aktuellen 0,16 $ durchaus ein lokales Tief markieren könnten, aber falls er sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen sollte, könnte das Ziel im August genau die sagenumwobenen 0,1 $ sein. 

Die Ursachen

Die Ursachen dieses Absturzes sind in Wirklichkeit eine Kombination von Faktoren, die sowohl mit spezifischen Problemen des Cardano-Ökosystems als auch mit dem Kryptomarkt im Allgemeinen zusammenhängen.

Sicherlich hat der Einbruch des gesamten Kryptomarktes eine wichtige Rolle gespielt, der auf makroökonomische Faktoren wie geopolitische Spannungen, Inflation, Zinssätze und den Rückgang der Risikobereitschaft zurückzuführen ist.

Zur Verschlechterung der Situation kamen jedoch auch interne Probleme des Cardano-Ökosystems hinzu, wie einige Projektpleiten vom Typ TapTools und JPG Store sowie fehlende Mittel. Selbst der Gründer von Cardano, Charles Hoskinson, hat ausdrücklich von einer regelrechten Pleitewelle gesprochen, die für 2026 aufgrund der schwierigen Marktbedingungen erwartet wird.

Außerdem ist die Adoption von ADA in der Welt der DeFi immer noch deutlich geringer als bei Konkurrenten wie Solana oder Ethereum, mit wenigen aktiven Nutzern, was nicht zulässt, dass der Kaufdruck hoch bleibt. 

Schließlich gab es auch einige Governance-Krisen, die die Stimmung weiter belastet haben. 

Der Vergleich

Nimmt man die Höchststände des aktuellen Zyklus als Referenz, liegt Bitcoin jetzt bei -50 %, Ethereum bei -66 % und Solana bei -77 %.

Cardano liegt bei -88 %.

Nimmt man die Allzeithochs als Referenz, ist Cardano von diesen die einzige, die im aktuellen Zyklus keine neuen Höchststände erreicht hat, und liegt 95 % unter den Höchstständen von 2021, während für die drei anderen Kryptos die Prozentsätze dieselben wie oben sind. 

Um unter den wichtigsten Kryptowährungen ein weiteres Minus von 95 % gegenüber den Höchstständen zu finden, muss man zu Bitcoin Cash (BCH) oder zu AVAX von Avalanche hinabsteigen. 

BNB von Binance liegt zum Beispiel bei -56 %, und TRX von Tron sogar nur bei -26 %. 

Die Zukunft von Cardano

Der Absturz von 2026 macht deutlich, dass es viele Sorgen um die Zukunft von Cardano gibt. 

Die Konkurrenz ist inzwischen extrem hoch und äußerst aggressiv, und dieses Projekt hat nicht gezeigt, dass es in der Lage ist, auf Augenhöhe zu konkurrieren. 

Insbesondere seit Solana mit Nachdruck in die DeFi-Welt eingetreten ist, haben viele Altcoins zu leiden begonnen, einschließlich in gewisser Weise Ethereum, auch wenn Letzteres die absolute Führungsposition in der dezentralen Finanzwelt beibehält. 

Im aktuellen Stand der Dinge ist für Cardano noch kein wirklicher Ausweg aus diesem Tunnel in Sicht, aber da ADA in der Vergangenheit bereits gezeigt hat, dass sie von einem Moment auf den anderen neue Spekulationsblasen bilden kann, könnte sie für Trader in Zukunft noch interessante Überraschungen bereithalten.

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