StartAIUmfrage ergibt: Einführung tokenisierter Vermögenswerte in APAC steigt bei Anlegern auf 68 %

Umfrage ergibt: Einführung tokenisierter Vermögenswerte in APAC steigt bei Anlegern auf 68 %

Vor einem Jahrzehnt waren die meisten Gespräche über das On-Chain-Bringen von Real-World-Assets auf einer Blockchain in Asien noch theoretisch, behindert durch das Fehlen klarer Regeln und praktikabler Plattformen. Diese Ära ist vorbei. Laut einem neuen Bericht von Sygnum Singapur hat sich die Entwicklung hin zu tokenisierten APAC-Assets von vorsichtiger Neugier zu aktivem Portfolioaufbau gewandelt, wobei die große Mehrheit der befragten Investoren bereits tokenisierte Real-World-Assets hält oder deren Aufnahme aktiv prüft.

Wichtigste Erkenntnisse

  • 68 % der befragten APAC-Investoren halten bereits tokenisierte RWAs, weitere 12 % evaluieren derzeit ein Engagement.
  • Tokenisierte Aktien sind mit 66 % die bevorzugte Anlageklasse, vor tokenisierten Staatsanleihen mit 44 %.
  • Portfoliodiversifikation ist das wichtigste Anlageargument und wird von 72 % der Befragten genannt.
  • Fast die Hälfte der Befragten erwartet, dass innerhalb von drei bis fünf Jahren 15 % bis 30 % der Kapitalmärkte on-chain verlagert werden, was einem nominalen Wert von rund 40 Billionen USD entspricht.

Starke Akzeptanz tokenisierter RWAs unter APAC-Investoren

Die Akzeptanz unter APAC-Investoren ist bereits eher die Regel als die Ausnahme: Nur einer von fünf Befragten berichtet von keinerlei Engagement in tokenisierten Real-World-Assets. Die Umfrage von Sygnum ergab, dass 68 % der Befragten derzeit tokenisierte RWAs halten, während weitere 12 % gerade prüfen, ob sie ein Engagement hinzufügen sollen. Nicht-Anwender sind damit klar in der Minderheit.

Das Ergebnis ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie begrenzt der Zugang zu vollständig regulierten tokenisierten Wertpapieren in Märkten wie Singapur und Hongkong noch ist. Die Forscher von Sygnum schlagen eine wahrscheinliche Erklärung vor: Einige Befragte könnten Stablecoins – faktisch tokenisiertes Bargeld – als Teil ihres RWA-Engagements zählen, neben tokenisiertem Gold und Geldmarktfonds, die über Krypto-Wallets und -Börsen zunehmend zugänglich geworden sind.

Die Stichprobe der Umfrage ist selbst fast gleichmäßig zwischen vermögenden Privatpersonen (HNWIs) und professionellen Investoren aufgeteilt, mit Befragten aus Singapur, Hongkong und Südkorea. Die Teilnehmer umfassen Banken, Vermögens- und Fondsverwalter, Hedgefonds, externe Vermögensverwalter, Family Offices, Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften sowie Handels- und Brokerage-Häuser. Krypto-Besitz zieht sich ebenfalls durch die Stichprobe: 97 % derjenigen, die bereits tokenisierte RWAs halten, besitzen auch Krypto, und 80 % der Krypto-Inhaber insgesamt sind in tokenisierte Assets eingestiegen, verglichen mit nur 11 % unter denjenigen ohne Krypto.

Anlagepräferenzen und Muster der Kapitalallokation

Wenn es darum geht, worauf Investoren tatsächlich ein Engagement wünschen, dominieren Aktien. Tokenisierte Aktien stehen mit 66 % ganz oben auf der Präferenzliste, vor tokenisierten Staatsanleihen mit 44 %. Dieses Muster führt Sygnum sowohl auf die KI-getriebene Aktienrallye als auch auf ein wachsendes Angebot tokenisierter Aktienprodukte zurück, die auf den Markt kommen. Professionelle Investoren tendieren zu tokenisiertem Private Equity wegen dessen Alpha- und Illiquiditätsprämie, während HNWIs eher zu Private Credit für stabilere Renditen neigen.

Diversifikation ist das klar treibende Motiv hinter diesen Allokationen. Portfoliodiversifikation führt die Anlagegründe mit 72 % an, deutlich vor dem Zugang zu neuen Märkten (58 %) und Rendite (57 %). Der Bericht von Sygnum stellt dies als mehr dar als nur eine einfache Präferenz: Da tokenisierte RWAs und Krypto zunehmend einen größeren Anteil hybrider traditionell-digitaler Portfolios ausmachen, könnte das, was Investoren als Diversifikation beschreiben, tatsächlich das frühe Entstehen von „On-Chain“ als eigener, klar abgegrenzter Portfoliokategorie sein – und nicht nur ein weiteres Segment einer bestehenden Allokation.

Die Muster der Kapitalbeschaffung untermauern diese Lesart. Nur 18 % der Investoren geben an, Positionen in tokenisierten RWAs ausschließlich durch die Umschichtung bestehender Bestände zu finanzieren, gegenüber 36 %, die auf frisches Kapital setzen, und 46 %, die beide Ansätze kombinieren. In der Praxis bedeutet das, dass frisches Kapital mehr als 80 % der Zuflüsse in bereits investierte Portfolios finanziert. HNWIs tendieren stärker zur Umschichtung (22 % gegenüber 14 % bei Professionellen), während professionelle Investoren den Mischansatz bevorzugen (50 % gegenüber 41 %).

Infrastruktur, Verwahrpräferenzen und Blockchain-Auswahl

Verwahrpräferenzen unterscheiden sich deutlich nach Investorentyp und spiegeln unterschiedliche Risikotoleranzen und operative Setups wider. Professionelle Investoren tendieren zu qualifizierten Drittverwahrern, die von 45 % als bevorzugte Lösung genannt werden, während 31 % Verwahrvereinbarungen über Börsen oder Plattformen bevorzugen. HNWIs zeigen eine gleichmäßigere Verteilung und neigen etwas stärker zu Verwahrung über Börsen und Plattformen als ihre institutionellen Gegenstücke.

Auf der Technologieseite haben öffentliche Blockchains einen Vorteil bei Liquidität und Interoperabilität. Öffentliche Netzwerke wie Ethereum und Solana werden von einem bemerkenswerten Anteil der Befragten bevorzugt, wobei 42 % der HNWIs eine Präferenz für öffentliche Chains äußern. Professionelle Investoren sind dagegen weitgehend blockchain-agnostisch (40 %) und priorisieren ein Produkt, das funktioniert, unabhängig von der zugrunde liegenden Infrastruktur. Einige Teilnehmer bevorzugen weiterhin private oder permissionierte Netzwerke wie das Canton Network, doch der breitere Trend weist auf eine zunehmende Akzeptanz öffentlicher Infrastruktur als Standardzugang zu tokenisierten Märkten hin.

Marktausblick und Hürden für das Wachstum der Tokenisierung

Die Anlegerstimmung zum Tempo der Tokenisierung ist über nahezu alle von Sygnum getesteten Zeithorizonte hinweg optimistisch. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 %) erwartet, dass innerhalb von drei bis fünf Jahren mindestens 15 % der Kapitalmärkte on-chain migrieren, wobei 48 % eine Spanne von 15 % bis 30 % prognostizieren und 7,5 % mehr als 30 % vorhersagen. Selbst das konservative Ende dieser Spanne impliziert, dass rund 40 Billionen USD an nominalem Wert on-chain verlagert werden. Die Überzeugung nimmt mit längeren Zeithorizonten sogar zu und steigt von 45 % bei einem Jahr auf 55 % bei fünf Jahren oder mehr. Professionelle Investoren sind beim Szenario von mehr als 15 % besonders optimistisch (61 %) und stellen den Großteil der Befragten, die ein Wachstum von über 30 % prognostizieren.

Dieser Optimismus stößt jedoch auf reale strukturelle Reibungen. Die Emission tokenisierter Assets am Primärmarkt skaliert schnell, doch laut dem Bericht bleiben Liquidität am Sekundärmarkt und rechtliche Klarheit in Bezug auf Eigentumsrechte die beiden hartnäckigsten Markthürden. Verwahrungsbezogene Bedenken nehmen tendenziell ab, wenn Investoren Erfahrung sammeln und ihre Allokation wächst, doch Fragen zur Rechtssicherheit und zur geringen Exit-Liquidität an Sekundärmärkten bleiben bestehen – unabhängig davon, wie erfahren ein Investor wird.

Die eigene Erfolgsbilanz von Sygnum zeigt, wie sich die Infrastrukturseite seit Beginn dieser Arbeit im Jahr 2019 entwickelt hat. Mit einer Banklizenz der FINMA in der Schweiz hat Sygnum die Emissions- und Handelsplattformen Desygnate und SygnEx aufgebaut und sie genutzt, um eine breite Palette von Assets zu tokenisieren: ein originales Picasso-Gemälde und ein CryptoPunk-NFT, einen Private-Debt-Token, der gemeinsam mit Float und Fasanara Capital emittiert wurde, tokenisierte Aktienklassen des Global Private Assets Fund von Hamilton Lane, Treasury-Reserven für Matter Labs über einen Geldmarktfonds, syndizierte Kredite, die durch Bitcoin-Sicherheiten besichert sind, sowie Keyrocks erste tokenisierte Unternehmensanleihe. Das Unternehmen unterstützte außerdem den ersten tokenisierten Geldmarktfonds von Fidelity International.

Wissen und Bildung als Treiber der Tokenisierungsakzeptanz

Vielleicht der praxisrelevanteste Befund des Berichts betrifft die Frage, was die Höhe der Allokation tatsächlich beeinflusst. Investoren, die bereit sind, in den kommenden 12 bis 18 Monaten mehr als 10 % ihres Portfolios in tokenisierte RWAs zu investieren, weisen ein auffallend ähnliches Profil in Bezug auf Tokenisierungswissen, Krypto-Engagement und bestehende RWA-Bestände auf. Die Analyse von Sygnum identifiziert Wissen und Vertrautheit mit Tokenisierung als den klarsten Treiber der geplanten Allokationshöhe – noch vor anderen getesteten Variablen.

Dieser Befund hat eine klare Implikation für die Branche: Anlegerbildung und Vertrautheit sind der direkteste Hebel, um zukünftige Zuflüsse in tokenisierte Real-World-Assets zu steigern. Wenn mehr Institutionen regulierte Produkte auflegen und das Verständnis der Mechanik über Early Adopters hinaus verbreitet wird, dürfte sich die Lücke zwischen geäußerter Absicht und tatsächlich eingesetztem Kapital verringern, auch wenn die Forscher von Sygnum anmerken, dass eine größere, längsschnittliche Studie über einen größeren Teil der APAC-Region nötig wäre, um zu bestätigen, ob sich diese Lücke in der Praxis tatsächlich schließt.

FAQ

Welcher Prozentsatz der APAC-Investoren hält derzeit tokenisierte Real-World-Assets?

68 % der Befragten halten laut dem Sygnum-Bericht 2026 derzeit tokenisierte RWAs.

Welche tokenisierte Anlageklasse wird von Investoren in APAC am meisten bevorzugt?

Tokenisierte Aktien sind mit 66 % der Befragten die bevorzugte Anlageklasse.

Was ist der Hauptgrund dafür, dass Investoren in tokenisierte RWAs investieren?

Diversifikation ist das führende Anlageargument und wird von 72 % der Befragten genannt.

Welche Verwahrungsvereinbarungen bevorzugen professionelle Investoren für tokenisierte Assets?

Professionelle Investoren bevorzugen qualifizierte Drittverwahrer (45 %), während HNWIs Verwahrung über Börsen oder Plattformen (31 %) bevorzugen.

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Artikel erstellt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz und von der Redaktion überprüft.

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